Review: Wartung Walther PPQ M2 T4E (Umarex)

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    • Hab heute das tolle Wetter genutzt und die Ausrüstung etwas gepflegt. Diesmal waren die Magazine der PPQ an der Reihe und ich kann nur jedem empfehlen, diesen auch etwas Aufmerksamkeit zu widmen. Es lohnt sich in jedem Fall die Dinger einmal im Jahr zu zerlegen und zu reinigen.

      Da die PPQ bekannterweise doch regelmäßig mit Laufplatzern zu kämpfen hat, sammelt sich mit der Zeit allerhand Schnotter, sodass der Feeder ziemlich hakelig läuft. Baut man die Baseplate und die Magazinfeder aus, kann man den Schacht für die Projektile immernoch nur umständlich säubern - da geht Zerlegen echt schneller, zumal sich das Powder mit der Zeit ganz schön festsetzt.

      erstmal die Explosionsansicht vom Magazin:
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      Kurzanleitung zum Zerlegen:

      1. Magazin entleeren und CO2 Kartusche ausbauen (sollte selbstverständlich sein...)
      2. Baseplate entfernen, Magazinfeder ausbauen. Es lohnt auch den Ausstoßer auszubauen und zu reinigen
      3. Die beiden Pins austreiben. Der lange Pin (1) gehört nach aussen, der kurze (2) entsprechend nach Innen bzw. in die Mitte. Die Pins werden von der "Rückseite" (ohne Feeder) heausgetrieben.
      4. Den Magazinkop (silber) nach oben abziehen. Vorsicht, eventuell kommt einem das kleine Mesh (3) und die Anstechnadel entgegen.
      5. Magazinkopf zerlegen: Dazu die 3 kleinen Schrauben an der Vorderseite und die große Schraube an der Rückseite lösen. Beim Abheben der vorderen Platte darauf achten, dass man den Gummi-Retainer nicht abreißt. dieser hängt an der vorderen Platte.

      Nun lässt sich alles einfach reinigen. Eine alte Zahnbürste eignet sich sehr gut. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
    • So, heute gibt es Stage III der PPQ-Wartung für Euch: Rebuild der kompletten Abzugsmechanik.

      Das Zerlegen der PPQ ist im ersten Post kurz beschrieben und bebildert. Ich steige hier gleich bei der Abzugsmechanik ein, dafür erstmal ein altes Bild. Der Übersicht halber teile ich die Einheit noch einmal in zwei Baugruppen: den Lauf und den Trigger.

      Der Innenlauf ist mit einem Schuh im Triggergehäuse geführt und wird über eine Wippe beim Betätigen des Abzugs bewegt. Um die beiden voneinander zu trennen muss ein Pin (rot) herausgetrieben und die vordere Schraube (blau) entfernt werden. Danach den Lauf am Patronenlager nach hinten ziehen und den Trigger so weit betätigen, bis man das Patronenlager nach oben abheben kann.

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      Dann zeigt sich erstmal wie viel Dreck sich hier ansammelt... Also cal.43 paint ist definitiv eine schlechte Idee.

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      Laufeinheit zerlegen:
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      Die PPQ hat einen innenliegenden Lauf, der sich beim betätigen des Triggers und vor der Schussabgabe in das Magazin schiebt, und somit den obersten ball aus dem Magazin "abholt". Der gefederte Innenlauf ist auch der Grund für das hohe Abzugsgewicht der PPQ.

      Um den Innenlauf auszubauen muss ein weiterer Pin (rot) herausgetrieben werden. Dieser hält den Schuh auf dem Innenlauf in Position.

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      Um den Pin über die kleinen Aussparnung im Patronenlager zugänglich zu machen, muss der Schuh etwas zurückgedrückt werden. Danach kann der Innenlauf nach vorn aus dem Lauf geschoben werden. Anschließend können Feder und Innenlaufschuh ausgebaut werden.

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      Besonders hinter der Feder sammelt sich einiges an Powder von Laufplatzern und auch Abrieb. Trotz des reichlichen Spiels des Innenlaufs hat mein Lauf an der Innenseite eine kleine Fressspur. Diese habe ich leicht mit Leinewand verzogen.

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      Nach der Reinigung und dem Einölen erfolgt der Zusammenbau in umgedrehter Reihenfolge:

      - Feder und Schuh ins Patronenlager einsetzen
      - Innenlauf von Vorn einführen, die Aussparung muss senkrecht nach oben zeigen, bzw. die Kerbe für den Pin nach unten
      - den Schuh wieder in Position drücken um den Pin einbauen zu können

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      Triggereinheit:
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      Der Trigger und die Umlenkwippe sind in einem zweiteiligen Gehäuse verbaut. Vorsicht: Hier ist auch der Dent verbaut! Diese ist gefedert. Zum Öffnen des Gehäuses müssen zwei Schrauben (grün) gelöst werden.

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      Das Gehäse vorsichtig öffnen - ich empfehle die rechte Seite abzuheben wenn die Einheit wie im folgenden Bild auf der Seite liegt.

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      Der Trigger läuft auf einer Messingbuchse, durch die auch der Verschlssfang geführt ist. Davor sitzt die Umlenkwippe zur Betätigung des Innenlaufs. Links im Bild der böse Dent samt Feder, und oben Rechts die Dämpfungsfeder der Verschlussfederstange.

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      Der Zusammenbau erfolgt nach der Reinigung wieder in umgekehrter Reihenfolge:

      - Dent samt Feder einsetzen
      - Dämpfungsfeder einsetzen
      - Wippe und Trigger, samt Buchse einsetzen
      - rechte Gehäusehälfte aufsetzen und verschrauben

      Hier noch ein vorher-nachher-Vergleich:

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      Nun Können Trigger und Lauf wieder verheirtet werden - das bedarf etwas Fingerspitzengefühl.

      Dazu am besten die Triggereinheit aufrecht halten, die Wippe nach hinten klappen. Nun die Vorderseite des Patronenlagers am Triggergeäuse vor der Wippe an er Verschraub-Position (blau) einhängen. Dabei muss der Schuh hinter die Wippe gebracht und der Schuh so positioniert werden, dass er in die Führung am Triggergehäuse einläuft. Gleichzeitig muss man daruf achten, dass sich die Feder des Innenlaufs un der Dent nicht ins Gehege kommen - denn das tun die beiden unweigerlich... Also muss auch noch der Dent heruntergedrückt werden.

      Wenn die Einheiten aufeinander sitzen muss nur noch der Stift und die Schraube wieder eingebaut werden.
    • Grave schrieb:

      :eek: ach du liebe Zeit

      Hab hier länger gelesen, als ich bei der Menace zum warten gebraucht habe.

      Ist halt schon Liebhaberei, die ganzen beweglichen Teile.
      :D Die Menace kenne ich leider nicht.

      Ich mag die Replicas mit ihrem ganzen realistischen Funktionsgerödel... hab auch einen besonders Unnützen Charging-Handle an meiner M17 :herz:

      Aber wenn dich die PPQ schon schockt, dann tu dir mal die X50 rein.

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    • Gibt doch nur 3 Ursachen, Fanghebel, Magazin oder Schlitten. Beim Schlitten können Verschleißerscheinungen auftreten, wenn die Haltebucht nicht verstärkt ist, dann trägt der Fanghebel nach und nach Material ab, allerdings müsste man die Waffe dafür schon sehr häufig nutzen. Fanghebel kann auch abnutzen, auch da eigentlich nur durch häufigen Gebrauch. Guck also als erstes mal aufs Magazin, wenn die Waffe nicht so häufig zum Einsatz kommt.
    • Dexter4477 schrieb:

      Gibt doch nur 3 Ursachen, Fanghebel, Magazin oder Schlitten. Beim Schlitten können Verschleißerscheinungen auftreten, wenn die Haltebucht nicht verstärkt ist, dann trägt der Fanghebel nach und nach Material ab, allerdings müsste man die Waffe dafür schon sehr häufig nutzen. Fanghebel kann auch abnutzen, auch da eigentlich nur durch häufigen Gebrauch. Guck also als erstes mal aufs Magazin, wenn die Waffe nicht so häufig zum Einsatz kommt.
      Merkwürdig... meine PPQ zeigt nach >4.000 Bällen keine Verschleißerscheinungen am Verschlussfang :whistling:

      Is ja ein Markierer und keine SSW :D
    • Hi. Hat sich mittlerweile wieder erledigt. Auf magische weiße funktioniert's wieder.
      Hab nichts gemacht und auf einmal geht der Hebel wieder hoch und fängt den Schlitten. Kann mir nur vorstellen, dass irgendwo was geklemmt hat und sich das jetzt warum auch immer gelöst hat...

      Aber vielen vielen Dank für die schnelle Unterstützung.